Über dreidimensionale geometrische Objekte mit runden oder gebogenen Flächen
Rund werden hier jene dreidimensionalen Formen genannt, welche zumindest eine Krümmung aufweisen, auch wenn andere Teile gerade sind, analog zu den zweidimensionalen runde Formen. Die bekannteste und regelmäßigste räumliche runde Form, quasi der Inbegriff der Rundheit in drei Dimensionen, ist die Kugel. Schneidet man eine solche in der Mitte durch, dann erhält man eine Halbkugel mit einer runden und einer geraden Fläche, aber ohne gerade Kanten. Andere bekannte Formen dieser Art sind Zylinder und Kegel, letzterer sogar als Beispiel für eine runde Form mit einer Spitze. Eine runde Form mit geraden Kanten ist beispielsweise ein Zylindersektor, bei welchem die Berechnung relativ einfach ist, oder auch ein Zylinderkeil mit wesentlich komplizierteren Formeln.
Die Krümmung runder räumlicher Objekte kann auf einen Kreis zurückzuführen sein und ist es bei den meisten Objekten hier auch, muss es aber nicht. Gegenbeispiele sind Sphäroid und Ellipsoid, welche auf einer Ellipse basieren, sowie Paraboloid und Hyperboloid, welche auf den anderen Kegelschnitten basieren. Je komplizierter die Kurven sind, welche die Grundlage für die Form bilden, desto komplizierter wird natürlich auch deren Berechnung, diese beruht oft auf der Integration dieser Kurven. Als Beispiel für eine solche Integration, siehe die Spindel.
Eine Verallgemeinerung für viele dreidimensionale runde Formen ist der Rotationskörper, welche jene Formen umfasst, die eine Rotationsachse besitzen, deren Querschnitt senkrecht zu dieser Achse immer ein Kreis oder ein Kreisring ist. Die allgemeine Formeln für Rotationskörper benötigen den Schwerpunkt einer Kurve, den einer Fläche und eine Kurvenlänge, welche je nach Kompliziertheit sehr schwer zu ermitteln sein können.