Rechner Elektromagnet: Feldstärke und Flussdichte
Berechnet die magnetische Feldstärke und die Flussdichte eines Elektromagneten aus Stromstärke, Länge und Windungszahl. Ein Elektromagnet besteht aus einer leitenden Spule, durch die Strom fließt. Dieser Strom erzeugt ein Magnetfeld. Die Feldstärke H dieses Magnetfelds berechnet sich aus der Stromstärke I in Ampere, der Anzahl der Windungen n und der Länge der Spule L in Meter als
Bitte Stromstärke, Windungsanzahl und Spulenlänge eingeben. Die Länge der Spule bezieht sich auf die Distanz zwischen deren Anfang und Ende, nicht auf die Länge des Drahtes in abgerolltem Zustand.

Die Länge der Spule.
Beispiel: fließen 8 Ampere durch eine 20 Zentimeter lange Spule mit 75 Windungen, dann ist die Feldstärke 3000 Ampere pro Meter und die Flussdichte knapp 3,8 Millitesla.
Im Gegensatz zu Permanentmagneten kann man Elektromagnete ein- und ausschalten. Dafür benötigen Elektromagnete Strom, so lange die Magnetkraft andauern soll.
Ein Einsatzgebiet für sehr starke Elektromagnete ist das Anheben von schweren Lasten aus Eisen, beispielsweise Schrott durch einen Schrottplatzmagneten. Diese haben Feldstärken von etwa einem Tesla. Durch das Abschalten des Stroms wird die Last wieder freigegeben.
Elektromotoren bestehen, vereinfacht gesagt, aus einem Permanentmagneten, der sich in einem Elektromagneten dreht, oder anders herum. Der Strom erzeugt dabei die Drehung und wandelt somit elektrische Energie in Bewegungsenergie um.
Elektromagnete und darauf basierende Elektromotoren kommen in einer sehr breiten Spanne von Größen und Stärken vor. In der Medizintechnik gibt es Elektromotoren von unter einem Mikrometer (tausendstel Millimeter) Größe. Mit unter den größten Elektromagneten, sind solche, die in Fusionsreaktoren eingesetzt werden und Feldstärken von über 20 Tesla erreichen können.
Zuletzt aktualisiert am 21.11.2024. Autor: Jürgen Kummer
Abgerufen am 18.05.2026 von https://rechneronline.de/kraft/elektromagnet.php