Rechner für die Psychrometrische Luftfeuchte
Hier kann die Luftfeuchte aus einer psychrometrischen Messung berechnet werden. Dazu braucht man drei Messwerte: die trockene Lufttemperatur, gemessen mit einem normalen Thermometer. Die feuchte Lufttemperatur, gemessen mit einem feuchten Thermometer. Und den Luftdruck. Die trockenen Temperatur ist wärmer als die feuchte. Aus diesen drei Werten lässt sich mit einer Näherungsformel die Luftfeuchte berechnen.
Die Formel nach WMO (2012): Guide to Meteorological Instruments and Methods of Observation, WMO-No. 8, © World Meteorological Organization, Seventh edition, 2012 aus der Quelle des Biosystems Engineering Laboratory Osnabrück lautet:
H = ((1.0016+3.15/1000000*P-0.074/P)*6.112*exp((17.62*Tw)/(243.12+Tw)) - 6.53/10000*(1+9.44/10000*Tw)*P*(Tn-Tw)) / ((1.0016+3.15/1000000*P-(0.074/P))*6.112*exp((17.62*Tn)/(243.12+Tn)))*100
Die psychrometrische Luftfeuchte beschreibt den Feuchtigkeitsgehalt der Luft und ist ein zentraler Parameter in der Meteorologie, Klimatechnik sowie in verschiedenen industriellen und wissenschaftlichen Anwendungen. Sie gibt an, wie viel Wasserdampf in der Luft enthalten ist und wie sich dieser auf Temperatur, Druck und andere Umgebungsbedingungen auswirkt. Die psychrometrische Betrachtung verbindet dabei die physikalischen Eigenschaften von Luft und Wasser, um ein umfassendes Verständnis der Luftfeuchtigkeit zu ermöglichen.
Das Werkzeug zur Analyse der psychrometrischen Luftfeuchte ist das Psychrometer, ein Messgerät, das aus zwei Thermometern besteht, einem trockenen und einem feuchten Thermometer. Das trockene Thermometer misst die aktuelle Lufttemperatur, während das feuchte Thermometer durch Verdunstungskälte eine niedrigere Temperatur anzeigt. Der Unterschied zwischen den beiden Messwerten, die sogenannte psychrometrische Differenz, ermöglicht die Berechnung der relativen Luftfeuchtigkeit. Diese Methode basiert auf dem Prinzip, dass die Verdunstungsrate von Wasser von der Luftfeuchtigkeit abhängt. Je trockener die Luft, desto stärker die Verdunstung und damit die Abkühlung des feuchten Thermometers.